Video für youtube rendern

sabine-m schrieb am 07.10.2017 um 16:41 Uhr

Kann mir vielleicht jemand sagen, mit welchen Einstellungen ich ein Video rendern muss, damit es bei youtube als HD zu sehen ist?

In den vielen, v.a. amerikanischen Tutorials werden meist andere Programme verwendet; jedenfalls habe ich dort keine wirkliche Hilfe entdeckt.

Die vermutlich einfachste Lösung, bei Vegas (Movie Studio HD Platinum 10.0) auf "auf youtube hochladen" zu klicken, funktioniert leider nicht, weil dann sofort die Fehlermeldung "Anmeldung fehlgeschlagen, Fehler 404" erscheint. Ich hab es gestern und heute mehrfach versucht - niente.
Mein 9 Min. Video ist für den Hausgebrauch als MPEG 2 gespeichert und 1,6 GB groß. Den Versuch, es in dieser Form einfach vom Rechner auf mein youtube Konto zu laden, hab ich nach einer Stunde abgebrochen, weil zu dem Zeitpunkt erst 12% der Datei hochgeladen waren. Sicher muss ich den Film anders rendern.

Es wäre nett, wenn mir jemand hier einen guten Rat geben könnte.
Danke im Voraus!

 

Kommentare

Marco. schrieb am 08.10.2017 um 17:25 Uhr

YouTube hat die Upload-Bedingungen geändert, so dass der direkte Upload aus älteren Programmen nicht mehr funktionieren kann. Es gibt da für ältere Movie-Sudio-Versionen also keinen anderen Weg mehr, als das Projekt zuerst zu rendern und dann manuell zu YouTube hochzuladen.

Grundsätzlich gilt, dass für YouTube-Uploads die Qualität einfach so gut wie möglich sein sollte und gleichzeitig möchte man natürlich die Datenrate für einen schnellen Upload so gering wie möglich halten.

Als Renderformat bietet sich dafür MainConcept AVC an, aber über die genaueren Rendereinstellungen kann ich wenig sagen, da die vor allem von den Eigenschaften deines Quellmaterials abhängig sind. Die sollten so wenig wie möglich verändert werden und die Datenrate fürs Rendern sollte so hoch gewählt werden, dass bei akzeptabler resultierender Dateigröße eine möglichst gute Qualität erzeugt wird.

 

sabine-m schrieb am 09.10.2017 um 14:20 Uhr

Danke sehr Marco. Das erklärt dann schon mal, wieso der direkte Upload nicht klappt.

Unter Eigenschaften meiner Originalvideos ist angegeben:
1920 x 1080

Datenrate 22162 kBit/s

Gesamtbitrate 22418 kBit/s

25 Einzelbilder/Sek.

 

Ich habe als Projekteigenschaften gewählt:

HD 1080-50i (1920x1080; 25,000 fps)

 

und wie gesagt gerendert als MPEG 2.

Marco. schrieb am 09.10.2017 um 15:31 Uhr

Ich persönlich habe für die YouTube-Verwendung mit MainConcept AVC als Renderformat bessere Erfahrungen gemacht als mit Sony AVC.

»HD 1080-50i«

Warum denn 50i anstatt 25p? Ist dein Originalmaterial interlaced?

sabine-m schrieb am 09.10.2017 um 18:33 Uhr

Ich habs derweil mal mit MainConcept AVC versucht, leider ist das Ergebnis arg pixelig, aber dafür nur 50 MB groß.
Cornicos Version hat ausgezeichnete Qualität, ist aber immer noch über 1 GB groß und der Upload würde dank meiner phänomenalen Internetverbindung rund 4 Std. dauern.

Da brauchte man nun die Goldene Mitte...

 

Marco. schrieb am 09.10.2017 um 18:49 Uhr

»… leider ist das Ergebnis arg pixelig, aber dafür nur 50 MB groß.«

Dann hast du für MainConcept eine falsche Datenrate verwendet. Die kannst du dort ja beliebig eingeben.

Es bleibt aber die Frage offen, ob dein Quellmaterial progressiv oder interlaced ist.

 

sabine-m schrieb am 09.10.2017 um 19:10 Uhr

Marco, ich weiß nicht ob das deine Frage überhaupt trifft, aber bei Projekteigenschaften habe ich Deinterlace - Verfahren: Fields mischen gewählt.

Beim Rendern verringere ich jetzt mal die Bitrate.

Marco. schrieb am 09.10.2017 um 19:15 Uhr

Nicht die Projekteigenschaften, die Eigenschaften deines Quellmaterials.

 

sabine-m schrieb am 11.10.2017 um 14:57 Uhr

Das Quellmaterial ist die Datei, wie sie aus meiner Kamera kommt, richtig?

Dafür sind die Eigenschaften
1920 x 1080
Datenrate 22162 kBit/s
Gesamtbitrate 22418 kBit/s
25 Einzelbilder/Sek.

Mittlerweile ist das youtube Video übrigens fertig; 10.000.000 bps waren zu wenig, 15.000.000 sieht gut aus.
Ich würde aber trotzdem gern besser verstehen, wie das mit dem Rendern geht. Also wenn ihr Zwei die Geduld habt es auch einem Ignoranten zu erklären...

Marco. schrieb am 11.10.2017 um 17:48 Uhr

Ja, das Quellmaterial ist das, das die Kamera speichert. Aber wichtig wäre, ob dieses Quellmaterial interlaced oder progressiv ist.

sabine-m schrieb am 18.10.2017 um 14:26 Uhr

Pardon, es hat etwas gedauert, aber nun weiß ich u.A.:

BitDepth/String                          : 8 bits
Scantyp                                  : Interlaced
Scanreihenfolge                          : oberes Feld zuerst
Bits/(Pixel*Frame)                       : 0.405

Jedoch, was folgern wir nun daraus..?

Marco. schrieb am 18.10.2017 um 15:59 Uhr

Dann wissen wir jetzt, dass dein Quellmaterial interlaced ist und für die geplante Verwendung in Movie Studio noch ein Deinterlacing durchgeführt werden sollte.

Ich würde dafür in den Projekteinstellungen von Movie Studio unter »Deinterlace-Verfahren« den Modus »Felder interpolieren« auswählen und in den Rendereinstellungen unter »Halbbilder« bzw. »Feldreihenfolge« den Eintrag »Keine (Progressive Scan)«.

sabine-m schrieb am 18.10.2017 um 16:06 Uhr

Okay, dann werde ich das morgen mal ausprobieren und schauen, was passiert... ;-)

sabine-m schrieb am 26.10.2017 um 14:23 Uhr

Also: ich habe einen Videoclip mit den Projekteigenschaften

Fieldreihenfolge: Keine
Deinterlace-Verfahren: Fields interpolieren

als MPEG 2 gerendert, aber vorher in den Benutzerdefinierten Einstellungen noch mal bei der Feldreihenfolge “keine” gewählt.

Dann den selben Clip mit den Projekteigenschaften, die ich sonst benutze:

Fieldreihenfolge: oberstes Field zuerst
Deinterlace-Verfahren: Fields mischen

wiederum als MPEG 2 gerendert.

Unterschiede in der Videoqualität sehe ich bei den beiden nicht und sie sind auch gleich groß.
Das lässt mich befürchten, dass ich irgendwo noch etwas anderes hätte ändern müssen, denn irgendeinen Unterschied sollte es doch geben...?

Marco. schrieb am 26.10.2017 um 17:04 Uhr

Hat das Video auch Inhalte mit deutlicher Bewegung? Denn dort wirkt sich diese Einstellung am stärksten aus.

sabine-m schrieb am 27.10.2017 um 15:34 Uhr

Joa, schon...
Aber ich versuchs noch mal mit einem, wo wirklich viel action ist.

sabine-m schrieb am 01.11.2017 um 17:41 Uhr

Tja, also so viel Unterschied sehe ich auch bei laufenden Menschen nicht.

Da du aber weißt, wovon du redest, müsste ich, um ein gutes Resultat zu erzielen, vielleicht noch andere Einstellungen verändern, weil meine Version des Programms ja doch recht betagt ist?

KalleDerBlender schrieb am 12.08.2025 um 13:50 Uhr

Moin. Ich beschäftige mich auch gerade den optimalen Render-Einstellungen von HDR-Videos für YouTube in Vegas Pro 22.

Ich habe nämlich festgestellt, dass das Video, das ich auf YouTube hochgeladen habe, bei mir auf dem Smartphone permanent die Helligkeit ändern lässt. Das ist bei anderen Videos nicht der Fall und ich habe es auch sonst noch nie beobachtet. Am PC ist alles ok. Es gibt auch keine Helligkeitsunterschiede im Projekt.

YouTube gibt dazu folgende Infos:

https://support.google.com/youtube/answer/7126552?hl=de#zippy=%2Canforderungen-f%C3%BCr-den-upload

Die Farbmatrix wird mit "Rec. 2020, nicht konstante Leuchtdichte" angegeben.

Gerender habe ich in aber mit 1000 nits, da keine andere HLG-Auswahl gibt (Siehe Anhang).

Irgendwo habe ich auch gelesen, das YouTube aber nur den begrenzten Farbbereich darstellen kann.

Hat jemand Erfahrung mit den optimalen Render-Einstellungen von HDR-Videos für YouTube?

PS: Ich hoffe, dass das der richtige Bereich im Forum ist.

KalleDerBlender schrieb am 12.08.2025 um 23:09 Uhr

In den Rendereinstellungen kann man unteranderem Rec 2020 ST2084 1000 nits (PQ) oder Rec 2020 HLG 1000 nits (HLG) auswählen.

Man kann aber auch "Rec. 2020" (ohne weitere Angaben) auswählen. Ist "Rec. 2020" dann PQ oder HLG?

vegas-edit-user schrieb am 13.08.2025 um 09:09 Uhr

Hallo @KalleDerBlender,

habe keine besonderen Kenntnisse zu der konkreten Thematik, aber ich sehe, dass lt. Screenshot in den Projekteinstellungen HDR10 ausgewählt ist. Hast Du mal probiert dort auf HLG zu schalten? Denn HDR10 verwendet ja die PQ-Kurve.

KalleDerBlender schrieb am 13.08.2025 um 12:47 Uhr

Hallo @KalleDerBlender,

habe keine besonderen Kenntnisse zu der konkreten Thematik, aber ich sehe, dass lt. Screenshot in den Projekteinstellungen HDR10 ausgewählt ist. Hast Du mal probiert dort auf HLG zu schalten? Denn HDR10 verwendet ja die PQ-Kurve.

Moin. Vielen Dank für die Antwort. Ich probiere das mal aus, gerendert habe ich das schon.

Bisher habe ich das vermieden, weil die Vorschau dann grauenhaft aussieht (vielleicht, weil man den Referenzmoinitor nur auf ST2084, und damit PQ, oder P3 einstellen kann). Gerendert sieht es ganz anders aus. Das ist für den Workflow natürlich sehr schlecht, wenn Vorschau und gerendertes Video komplett unterschiedlich aussehen.

Wie auch immer, ich werde das gerenderte Video mal in YouTube testen.

Ich würde ja auch den Magix-Support fragen, aber die brauchen ja Monate für eine Antwort.

vegas-edit-user schrieb am 13.08.2025 um 13:17 Uhr

Wie sind denn z.B. die Eigenschaften des Quellmaterials lt. MediaInfo? ( https://mediaarea.net/MediaInfoOnline )

Und wie in Vegas im Projektmedienfenster die Eigenschaften / Medien / Farbraum des Quellclips dann eingestellt?

Ich taste mich gerade auch ein wenig an den HDR-Workflow von Vegas heran.

https://www.vegascreativesoftware.com/de/videos-bearbeiten/hdr-color-grading-nachbearbeitung/

https://help.magix-hub.com/video/vegas/22/de/content/topics/3-projects/hdr%20support%20in%20vegas.htm?Highlight=hdr-support

KalleDerBlender schrieb am 14.08.2025 um 21:55 Uhr

@vegas-edit-user Das Quellmaterial ist im Farbraum s-Log3-Gamut3.Cine (4:2:2, voller Farbraum) erstellt und diese Einstellung habe ich auch als Farbraum der jeweiligen Medien so eingestellt. Das sollte bei mir alles richtig eingestellt sein.

Die Änderung in der Projekteinstellung in HLG und Rendern in HLG (Rec 2020 HLG 1000 nits) scheint das Problem gelöst zu haben. Es geht theoretisch auch, indem man in PQ, die Werte für CEA 861-3 MaxFALL und MaxCLL eingibt, aber die muss man ohne Analysetool ja eher raten. Bei mir sieht das Filmmaterial dadurch blasser aus. Und ich hab viele MaxFALL und MaxCLL Werte ausprobiert.

Bei mir bleibt allerdings der fade Beigeschmack, dass das Material auf meinem 2. Monitor, den ich zur Vorschau in voller Auflösung verwende, die Material an total rotlastig darstellt. Im kleinen Vorschau-Fenster der Hauptanzeige ist es nicht so. Daher liegt es wohl am Monitor (Alienware 32" 4K-QD-OLED-Gamingmonitor – AW3225QF). (Update: wohl doch nicht)

Weißt du, ob ich sonst auch einfach in den Projekteinstellungen HLG lassen kann, aber als Anzeigetransformation Rec. 2020 ST2084 1000 nits lassen und so auch rendern kann? Oder sollte ich vor dem Rendern die Anzeigetransformation wieder ändern. Ich denke, dass das die einzige Möglichkeit ist, da ich gerade den Heinweis gelesen habe: HINWEIS Die VEGAS HDR-Vorschau basiert auf dem HDR10-Format. Das HLG-Format wird noch nicht unterstützt.

Mir ist nicht ganz klar, ob die Anzeigetransformation einfluss auf den Rendervorgang hat.

KalleDerBlender schrieb am 14.08.2025 um 22:45 Uhr

Ich hab es mal eben selbst getestet. Die Anzeigetransformation hat einfluss auf den Rendervorgang.

KalleDerBlender schrieb am 16.08.2025 um 17:53 Uhr

Für YouTube HDR in HLG sollte man auch das beachten:

https://www.vegascreativesoftware.com/de/videos-bearbeiten/hdr-color-grading-nachbearbeitung/