DVD Architect, Verwirrung

Roscoeq1 schrieb am 19.06.2019 um 09:37 Uhr

Nutze gelegentlich, recht selten, auch das Programm DVD Architect in der aktuellen Version 7-Build100. Da sind mir nun einige Merkwürdigkeiten aufgefallen.

1. Lt. techn. Daten zum Programm wird für Win10 ein 64 Bit Betriebssystem vorausgesetzt. Das Programm selbst ist aber eine 32 Bit Anwendung???😧 Ich nutze Win10 und das Programm installiert sich im Ordner für 32 Bit Anwendungen???

2. GPU-beschleunigte Videobearbeitung und Rendering erfordern eine OpenCL™-unterstützte NVIDIA®, AMD/ATI™ oder Intel® GPU mit 512 MB, 1 GB für 4K. So steht es in den techn. Daten. In der Praxis keinerlei Unterstützung für OpenCL, Nvidia oder AMD. 👿 Mein PC ist entsprechend ausgestattet.

Habe mich damit an den Support gewendet und bekam (nach etlichen Wochen und auf englisch 😠) die Antwort, dass die techn. Daten sich auf die kpl. Vegas Programmfamilie beziehen und für den DVD Architect alleine keine Bedeutung haben.

Das nenne ich doch mal frech und dreist wie hier der Kunde mit falschen Angaben über den Tisch gezogen wird. Es ist ein eigenständig nutzbares Programm und wird auch so verkauft!!!

3. Ein Projekt welches lediglich aus 4, aus eine Bluray extrahierten Dateien (m2ts), bestand sollte nur ein neues Menü bekommen. Das Programm behauptet aber nun, dass die Dateien zu groß sind und nicht auf die Scheibe passen. Das ist natürlich völliger Unsinn, es müssten sogar noch einige GB Frei bleiben. Anpassen an Medium hat keinerlei Wirkung.

Hierzu teilte mir dann der Support mit, dass das Programm nicht für bereits fertig vorliegende Videodateien geeignet sei, und daher versucht werde neu zu rendern, was zu der verwirrenden Größenangabe führt.

Wenn das Programm für solche Dateien nicht geeignet ist, wieso kann man diese dann importieren???

Die Programmbeschreibung sagt dazu: VEGAS DVD Architect unterstützt gängige Video- und Audioformate wie AVI, MPEG-2, MPEG-4 und Dolby Digital 5.1.

Bei fertig vorliegenden Videos nochmals rendern???? Was soll der Blödsinn. Die vier Videos sollten nur mit dem neuen Menü verknüpft werden!!! Hier schlägt offensichtlich die Magix eigene, erst mal alles neu rendern Philosophie, auch wenn es gar nicht nötig ist, wieder zu. Dieses, nicht nachvollziehbare Verhalten, kenne ich ja schon von anderen Magix Programmen.

Überflüssig zu sagen, dass ich auch von diesem Magix Programm wieder sehr enttäuscht bin.

Kommentare

j-v schrieb am 19.06.2019 um 19:13 Uhr

Durch mangelnde Vertrautheit mit den neuen und besseren Möglichkeiten Videos erstellen und speichern oder teilen zu können, denken Sie vielleicht dat solch ein schon altes Program immer erneuert werden muss.
Wird bei Ihnen Windows 98 auch noch immer erneuert zu den letzten Möglichkeiten der Hardware?

 

met vriendelijke groet
Marten

Camera : Pan X900, GoPro Hero7 Hero Black, DJI Osmo Pocket, Samsung Galaxy A8
Desktop :MB Gigabyte Z390M, W10 home version 2004 build 19041.264, i7 9700 4.7Ghz,16 DDR4 GB RAM, Gef. GTX 1660 Ti.
Laptop  :Asus ROG GL753VD, W10 home version 2004 build 19041.264, CPU i7 7700HQ, 8 GB RAM, GeF. GTX 1050 (2 GB) + Intel HD Graphics 630(2GB).VP 17,18 and VMS PL 16,17 are installed, all latest builds
oth Nvidia GPU's have driver version 457.30 Studio Driver.
TV      :LG 4K 55EG960V

My slogan is: BE OR BECOME A STEMCELL DONOR !!!

Roscoeq1 schrieb am 20.06.2019 um 09:37 Uhr

@j-v, danke für den Kommentar.

Aber, ob neues oder altes Programm spielt keine Rolle. Das Programm wird derzeit noch verkauft. Seit wann es auf dem Markt ist weiß ich nicht. Ich habe es seit ca. 2 Jahren, das letzte Update ist auch noch nicht so lange her. Und die techn. Daten, die zum Programm angegeben werden, entsprechen durchaus heute üblichen Features.

Mir geht es einzig und alleine darum, dass hier aktuell mit Programmeigenschaften geworben wird, die dann in der Praxis nicht eingehalten werden. Und wie wichtig man den Kunden nimmt, erkennt man wohl deutlich an der Reaktion des Supports. Offenbar sind solche Kundenanfragen nur lästig.

matthias-krutz schrieb am 20.06.2019 um 13:12 Uhr

Es geht nicht um das Alter des Programms, sondern um die beschränkten Möglichkeiten der Bluray, wenn die ursprünglichen Spezifikationen eingehalten werden sollen. Diese Beschränkung auf den kleinsten gemeinsamen Nenner ist aber Voraussetzung, dass die Scheibe auf anderen Playern läuft.

Bluray setze ich nur ein, wenn diese auf unterschiedlichen Playern laufen soll, z.B. zur Weitergabe.

Für alle anderen Fälle nutze ich einem Mediaplayer. Dieser kann unterschiedlichste Codecs, Auflösungen und Frameraten abspielen.

Bei fertig vorliegenden Videos nochmals rendern???? Was soll der Blödsinn. Die vier Videos sollten nur mit dem neuen Menü verknüpft werden!!!

Ärgerlich ist es, wenn DVDA eine Neukodierung durchführen muss, weil das Format zu den restriktiven Spezifikationen nicht kompatibel ist. Welche Formate ohne Neukodierung laufen, steht im Benutzerhandbuch. In der Online-Hilfe habe ich es nicht gefunden. Wenn ich eine BD erstelle, rendere ich meine Daten immer so, dass keine Neukodierung erfolgen muss.

Wenn das Programm für solche Dateien nicht geeignet ist, wieso kann man diese dann importieren???

DVDA kann durchaus Dateien importieren, welche so nicht von der BD-Spezifikation unterstützt werden. Diese werden transkodiert und lassen sich dann in eine BD einbinden.

 

Zuletzt geändert von matthias-krutz am 20.06.2019, 13:13, insgesamt 1-mal geändert.

Desktop: Ryzen R7 2700, RAM 2 x Ballistix DIMM 16 GB DDR4-2666, X470 Aorus Ultra Gaming, Radeon R9 380 4GB, Win10

Laptop: T420, W7 SP1, i5-2520M 4GB, SSD, HD Graphics 3000

VEGAS Pro 14-17, Movie Studio 12 Platinum, Vegasaur, HitfilmPro

Roscoeq1 schrieb am 21.06.2019 um 12:56 Uhr

@matthias-krutz, danke für die Hinweise. Grundsätzlich stimme ich den Ausführungen ja zu. Aber, wie ich schon im Eröffnungskommentar sagte, hier wurden Dateien (m2ts) verwendet, welche aus einer schon fertig vorliegenden und abspielbaren BD extrahiert wurden. Diese Videodateien sind also schon mit Sicherheit normenkonform und entsprechend den Spezifikationen. Diese also nochmals neu zu kodieren ist absoluter Blödsinn. Und wenn der Support dann dazu schreibt, dass DVDA für solche, schon fertig vorliegenden Dateien, ungeeignet ist und es deshalb zu den geschilderten Problemen kommt, dann stimmt doch irgendwo etwas gewaltig nicht. Entweder kennt der Support das Programm nicht, oder die Angaben zum Programm auf der Webseite sind falsch. Und, wenn ich mich recht erinnere, gab es beim letzten Update auf die Build 100 auch einen Fix bezüglich m2ts. Und selbst wenn man meint alles nochmals neu rendern zu müssen, frage ich mich wieso dann die Sache so aufgeblasen wird, dass von ursprünglich noch ca. 8 GB frei auf der Scheibe nach dem erneuten rendern nun ca. 4 GB Platz fehlen.

Und nebenbei bemerkt, ich habe dann die Aufgabe mit der 30 Tage Demo von TMPGENC Authoring Works 6 in kürzester Zeit, ohne neu rendern oder encodieren, wie vorgesehen beenden können.

matthias-krutz schrieb am 21.06.2019 um 19:36 Uhr

Hilfreich wäre es, wenn du einen Screenshot von "Disk optimieren" und die Informationen, mit MediaInfo ermittelt, von einer Datei die neu gerendert wird, posten könntest. Vielleicht ergibt sich daraus ein Hinweis auf das Problem.

Desktop: Ryzen R7 2700, RAM 2 x Ballistix DIMM 16 GB DDR4-2666, X470 Aorus Ultra Gaming, Radeon R9 380 4GB, Win10

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Roscoeq1 schrieb am 22.06.2019 um 09:23 Uhr

Danke für das Angebot. Das Problem wurde ja schon anderweitig gelöst und das Projekt abgeschlossen. Die original Dateien liegen nicht mehr vor.

nepomuk schrieb am 03.07.2019 um 18:05 Uhr

Ich kann den frustrierenden Erfahrungen von Roscoeq1 leider nur zustimmen: Unnötiges Neucodieren von kompatiblem Material, Verwirrung mit Dateigrössen und maximaler Bitrate im Falle von Blu-ray (BD25) als Zielmedium, z.B. Fehlermeldung, dass bei Wahl von BD25 als Zielmedium die zulässige Bitrate einer DVD(!) überschritten wird. Von einem .m2ts container mit mehreren Audiostreams wird jeweils nur ein Audiostream erkannt und gemuxed, die übrigen Streams und Subtitles werden stillschweigend ignoriert (man merkt es dann ja schon, dass sie fehlen.....).
Falls etwas tatsächlich inkompatibel sein sollte, könnte die Fehlermeldung resp. der Grund für die Neucodierung klarer sein. "Nicht kompatibel mit Medium" ist doch eine sehr dürftige Meldung..

Matsch schrieb am 02.10.2019 um 14:46 Uhr

Macht Euch nichts vor. Sony hat das Blu-Ray-Authoring schnell zur DVD hinzugefügt - vor vielen Jahren. Dann hat man das Interesse an Vegas verloren und trotz zahlreicher Fehler im Architecten keinen Handschlag mehr daran gemacht. Nach etwa 2 Jahren Untätigkeit wurde es an Magix verkauft. Wie man heute sieht, keineswegs mit dem Ziel, eine gute Lösung weiter zu führen und zu verbessern, sondern um die Vegas-Kunden herüber zu ziehen, in der Hoffnung, diese werden vielleicht auf Magix-Produkte wechseln. Architect ist schon lange gründlich veraltet, wird auch jetzt nicht gepflegt und mit allen Fehlern noch so lange angeboten, wie es noch jemand kauft. Es ist sowohl bei Sony wie auch Magix zum Sterben verurteilt worden. Support, der den Namen auch verdient, gibt es de facto auch nicht.

Schade ums Geld, wer jetzt noch immer zum Produkt greift. Einzige Alternative ist wie schon genannt TMPGENC Authoring Works 6.

Roscoeq1 schrieb am 02.10.2019 um 15:46 Uhr

@Matsch, ja so ist es leider. Du hast es genau richtig dargestellt. Aber die Nutzung von Magix Software ist auch nicht DIE Lösung. Zum einen gibt es dort kein wirklich vergleichbares Produkt. Und die aktuellen VEGAS Programme sind da ja viel zu aufgeblasen, vom Preis gar nicht zu reden. Und Video deLuxe ist auch nicht der richtige Ersatz. Außerdem kommt man bei Magix ja nur in den vollen Genuss aller Features - hier die Hardwarebeschleunigung beim rendern - wenn man mit Intel Hardware arbeitet. Wer eine AMD CPU oder eine NVIDIA Graka in seinem System verbaut hat, schaut hier in die Röhre. Da man in diesem Punkt leider seit Jahren völlig Beschwerde- und Beratungsresistent ist, habe ich mich auch von Magix schon verabschiedet. Andere Firmen machen auch tolle Software.